Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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Es iſt alſo ſchon an Alles gedacht, riefen die beiden Damen.

Das Glück macht Diejenigen nicht vergeßlich, welche Tugend und gute Grundſätze beſitzen, be⸗ merkte Graf Lilini, der die Unterredung mit ange⸗ hört hatte.Nur Leidenſchaftlichkeit oder Selbſtſucht fühlen keine Theilnahme bei dem Mangel Anderer. Wie ſehr wir auch mit dem Schluſſe unſrer Ar⸗

beit zögern mögen, ſo müſſen wir ſie doch endlich

zum Schluſſe führen, und doch fühlen wir, gleich den meiſten Autoren, ein natürliches Bedauern, in⸗ dem wir von den Perſonen Abſchied nehmen, welche unſere Phantaſie geſchaffen hat, ja, die nicht ein⸗ mal alle gänzlich aus ihr geſchöpft ſind, denn mehr als Eine darunter iſt nach Charakter, Denk⸗ und Gefühlsweiſe treu den Erinnerungen nachgebildet, welche, wenn auch in dunkeln Umriſſen, ſich in un⸗ ſerm Andenken zu erhalten gewußt haben.

Einen Umſtand müſſen wir aber noch unſern Leſern mittheilen, ehe wir unſere Feder niederlegen; die Geburt eines Sohnes ſeines Neffen vollendete das Glück Sir Mordaunt Tracy's und deſſen Schwe⸗ ſter, indem es ſie der Furcht enthob, daß ihr alter Name und Familie ausſterbe.

Kaum war der Knabe alt genug, um reiten lernen zu können, als Tom, der jetzt ein behäbiger Pächter war, darauf beſtand, ihm den erſten Un⸗ terricht zu ertheilen. Der treue Menſch wollte die Aufſicht über ſeinen jungen Herrn keinen andern Händen anvertrauen. In der Jagdzeit, während welcher Harold nie verſäumte Granstoun zu be⸗ ſuchen, mußte Tom ſtets die Punkte, wo es die