Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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dieſe merkwürdige Ausſage hörte, fühlte ſich ge⸗ neigt, den Zeugen des Meineids zu beſchuldigen; ſo groß war das Vertrauen, welche die weiße Cra⸗ vatte und der tadellos ſchwarze Anzug, mehr als Beides aber das ſcheinheilige Weſen des Mr. Tye einflößte.

„Wie viel erhielten Sie dafür, daß Sie die Urkunde aufſetzten und beglaubigten?“

„Dreihundert Pfund, von denen aber mein Partner zweihundert für ſich nahm.“

„Wurden Sie in Gold oder Banknoten bezahlt?“

„In Banknoten.“

Nichts konnte klarer ſein, als das Zeugniß Wigget's, und doch mußte es aus ihm herausge⸗ wunden werden, wie das Gold aus den Griffen des Geizigen, indem er nur zögernd und unter ſchweren Kämpfen mit ſich ſelbſt ſeine Ausſagen machte; denn wenn er auch hinſichtlich der Fälſchung nichts mehr zu befürchten hatte, ſo fah er ſich doch in Lilini's Hand gegeben, deſſen unermüdliche Agen⸗ ten noch andere Anklagepunkte gegen ihn ausfin⸗ dig gemacht hatten. Der Caſſier hatte dieſe zuerſt auf die Spur geführt, und ſein eigenes Zeugniß hatte die Beweiſe geliefert, ſo daß es gänzlich von dem Grafen abhing, ob er ihn weiter verfolgen wolle oder nicht. Die Folter ſchien dem armen Schelm ein Roſenbett im Vergleich mit den Qualen, die er zu erdulden hatte, als der für die Verthei⸗ digung beſtellte Anwalt ſich erhob, um ein Kreuz⸗ verhör mit ihm vorzunehmen.

„Sie ſind ein Rechtskundiger, Mr. Wigget, ſo viel ich weiß?“ hub dieſer an.

„Das bin ich.“