Teil eines Werkes 
5. Band (1858)
Entstehung
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um ſeine Rechte zu verfolgen, und es that ihnen förmlich leid, als ſie hörten, daß dieſelben nicht mehr beſtritten würden. In ihrer Dankbarkeit hät⸗ ten ſie die Erſparniſſe ihres arbeitſamen Lebens zu ſeiner Verfügung geſtellt.

„Ich danke euch, meine lieben Freunde, ich danke euch,“ ſagte Lilini tief bewegt.„Ich habe in man⸗ chen fernen Landen an euch gedacht und zum Him⸗ mel gefleht, daß ich eines Tages wieder unter euch leben dürfte. Dieſer Tag iſt endlich erſchienen.“

„Und Sie wollen uns nicht wieder verlaſſen?“ fragte die Menge.

„Ich hoffe unter euch leben und ſterben zu dür⸗ fen,“ erwiderte der Graf;„aber wenn ich euch will⸗ kommen bin, ſo iſt hier Jemand, der es euch eben⸗ falls ſein muß— der künftige Eigenthümer dieſer Herrſchaft.“ Zugleich nahm er Harry an der Hand und führte ihn vorwärts.

Die Bergleute ließen ein ſchwaches Hoch ertönen, weil ſie nicht begreifen konnten, weßhalb der Neffe ihres Abgotts dieſem folgen ſolle. Sie hatten ge⸗ hört, daß derſelbe eine Tochter beſitze.

„Burg⸗Hall vererbt ſich, wie ihr Alle wißt, nur auf die männliche Linie,“ fuhr der Graf fort,„und ich könnte mir keinen würdigeren Erben wünſchen. Er iſt vom alten Stamm— meines Bruders Sohn, und ich wollte, er wäre der meinige. Aus Achtung für das Andenken an ſeinen Onkel und die ver⸗ meintlichen Rechte von deſſen Erben ſtand er von einem Rechtsſtreite ab, wodurch mein Eigenthum eine Zeit lang in die Hände eines unverſchämten Betrügers gelangte.“