Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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ſprach erz erſticken.

Der Sterbende, deſſen ſtiere Augen ängſtlich auf den Arzt gerichtet waren, während dieſer die Wunde unterſuchte, errieth das Gewicht ſeiner Worte und ſeufzte ſchwer. Mehrmals verſuchte er zu ſpre⸗ chen, aber es kam nur ein dumpfer, gurgelnder Ton über ſeine Lippen. In ſeiner Verzweiflung und Wuth warf er ſich auf den Boden und preßte krampfhaft ſeinen Hals zuſammen, wie wenn er damit das fließende Blut hätte zurückdrängen wol⸗ len, das aus ſeinem Munde zu quellen anfing. Plötzlich ſprang er auf die Beine, ſtieß einen lau⸗ ten Schrei aus und ſtürzte dann todt zuſammen.

Es dauerte ziemlich lange, bis es gelang, den Schmerz und die Angſt des Knaben zu beſchwichti⸗ gen, der, wie Harold Tracy vermuthet hatte, nun bekannte, ein Bruder des getödteten Führers zu ſein. Nachdem man ihn aber verſichert hatte, daß ihm kein Leid geſchehen ſolle, wurde er nach und nach ruhig und verſicherte Lilini auf deſſen Befra⸗ gen, daß er ſelbſt die kleinſten Seitenwege nach der Grenze ſo genau kenne, wie der älteſte Mann ſei⸗ nes Stammes.

Geleite uns ſicher, ſagte der Graf,und wir werden Dich gut belohnen. Ich will für Deine künftige Exiſtenz ſorgen. Anſtatt gejagt zu wer⸗ den wie eine wilde Katze in den Bergen, anſtatt verhöhnt und geſchlagen zu werden, wenn Du Dich in ein Dorf oder in die Nähe menſchlicher Wohnun⸗ gen wagſt, ſollſt Du ein ehrlicher und geachteter Menſch werden.

die Blutergießung nach Innen wird ihn