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ken. Der Doctor bemerkte mehr als Einmal ſpöt⸗ tiſch, daß das ſchwärzeſte Moor in Schottland in ſeinen Augen mehr Reize habe, als dieſe wilden Felſen, Flüſſe und Wälder, die gar kein Ende neh⸗ men wollten. Tom und Will ſchienen ganz derſel⸗ ben Anſicht zu ſein, wenn gleich Reſpekt ihre Zun⸗ gen gebunden hielt. Sie hatten auf ihren Reiſen in der Fremde jetzt genug geſehen. Der Erſtere dachte an die hübſche Norah, der Letztere an ſeine alte Mutter und die behagliche Hütte in Alston⸗Moor. Zwei Tage waren ohne den entfernteſten An⸗ ſchein einer Gefahr verfloſſen, und man geſtattete Caralan ſeine Neigung zum Geſang zu befriedigen, ohne daß der Graf ihn daran verhinderte. Es ging auf Mittag und die Reiſenden hatten ſoeben eines jener engen, gewundenen Defilées betreten, welche die Berge Navarra's nach allen Richtungen durch⸗ ſchneiden. Als ſie um eine ſcharfe Ecke der Straße bogen, verließ ein Knabe von etwa vierzehn Jahren ſeine kleine Ziegenheerde, die er hütete, und bat um ein Almoſen. Der Führer erhob im wirklichen oder gekünſtel⸗ ten Zorn ſeine Peitſche, um den Zudringlichen zu ſchlagen. „Halt ein!“ rief Harold, mit dem Pferde zwi⸗ ſchen Beide ſich drängend, um den Schlag aufzu⸗ halten, denn die Erſcheinung des Knaben intereſſirte ihn.„Iſt er nicht von Deinem eigenen Stamme?“ „Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht,“ antwor⸗ tete der Zigeuner finſter. „Du weißt es nicht!“ wiederholte Harold,„und doch möchte man euch faſt für Brüder halten. Noch


