Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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ihre Vorurtheile und ſie erklärte ſie zuletzt für eine ganz vortreffliche junge Perſon. Nachdem ſie aber einmal zu dieſer Anſicht gelangt war, wäre es für Jedermann gefährlich geweſen, dieſelbe in Zweifel zu ziehen, denn Miß Margaret hielt ihre gute Meinung von Jemand für eine hinreichende Ga⸗ rantie, daß daſſelbe jede gute Eigenſchaft unter der Sonne beſitze. Es paſſirte ihr jedoch ſehr ſelten, daß ſie ſich, wie in dieſem Falle, ſo entſchieden ausſprach. Obgleich der Baronet ſich ſehr für die armen Kinder intereſſirte, ſo kam er doch nie in das Schulhaus, und hatte Suſan ihn noch nie geſehen. Erſt bei Veranlaſſung eines kleinen Feſtes, welches Bella mit Emma's und Nancy's Hilfe zur Unterhaltung der Kinder zu Stande ge⸗ bracht hatte, fand Suſan Gelegenheit, ihm für ſeine Wohlthaten zu danken, was ſie in Gegenwart ſeiner Schweſter auf ſo einfache und innige Weiſe that, daß der alte Ghennuin ſich innerlich erfreut fühlte, in der Lage geweſen zu ſein, ihr dienen zu können. Dieß geſchah auf einem der Spazierwege des Gartens, der vor dem Schulhauſe ſich befand. Unmittelbar darauf kehrte das arme Mädchen an den Stuhl zurück, auf welchem Mrs. Barlow ſaß und den Spielen der Kinder zuſah.

„Sie iſt in der That ſehr hübſch,“ bemerkte Sir Mordaunt, ihr nachblickend.

Margaret richtete ſich in die Höhe.„Sie iſt brav, Bruder, und das iſt mehr als Schönheit.“

„Dachteſt Du auch ſo, als Du noch jung warſt?“

„Ich bite mich nicht durch frivole Bemerkun⸗