Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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man bei einer hohlen Ulme anhielt, welche ihre Aeſte über die Grube ausbreitete.Auf der andern Seite iſt aber ein Sumpf, ſetzte er hinzu.Wollen wir ſie nicht dort hinein werfen?

Nein, erwiderte ſein Spießgeſelle finſter. Du wirſt in dem Gefährt einen Spaten finden; damit mache ihr Grab in dem Loch.

Könnten wir das Waſſer nicht eben ſo gut benützen?

Nein, verſetzte der Capitän ungeduldig.Sie ſoll in die Grube, ſag' ich Dir. Der Mörder hatte wohl überlegt, daß wenn der Leichnam nur einige Tage in dieſem Grabe liege, ſo würde die zerſetzende Eigenſchaft des Bodens es unmöglich machen, die Identität der Perſon herzuſtellen; und auf ſo lange wenigſtens hoffte er auf die Dreue ſeines Helfershelfers zählen zu dürfen, der mit einem gewiſſen Widerwillen zur Ausführung ſeiner Befehle in die Grube hinabſtieg. Faſt eine halbe Stunde lang arbeitete er dort ſtillſchweigend und Helsman ſah ihm zu. Keiner von Beiden fühlte ſich behag⸗ lich; der reiche Verbrecher wußte, daß er ſich in die Hände des armen gegeben habe, und der Letztere mißtraute den Abſichten ſeines Auftraggebers. Der Capitän bedauerte ſchmerzlich den Verluſt ſeines Piſtols. Hätte er dieß noch gehabt, ſo wäre die Sache ſehr vereinfacht, jeder Zweifel leicht gehoben geweſen.

Jetzt iſt's tief genug, rief der Zigeuner, aus der Grube ſich heraufſchwingend. Dieß geſchah aber ſo plötzlich, daß ſein Gefährte darüber erſchrack, ohne jedoch etwas zu ſagen.