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„Eine Taſſe guten Thees wird Sie erfriſchen,“ erwiderte die Frau.„Bei mir iſt dieß wenigſtens der Fall. Sie werden gut darauf ſchlafen.“ Ich wollte, ich könnte ſchlafen— ohne zu träumen, fügte ſie in Gedanken hinzu. Mit dieſen Worten ſetzte ſich Bet und fing an den Thee zuzubereiten. Als Miß Cheerly ſich dem Tiſche näherte, warf die Frau raſch einige Stücke Zucker in die beiden Taſſen, um die Tropfen der ſchwarzen Flüſſigkeit aus dem Fläſchchen zu bedecken, welches Capitän Helsman ihr gegeben hatte, und goß etwas Thee darüber.
„Wir wollen ihn noch einige Augenblicke ſtehen laſſen,“ ſprach ſie;„er iſt noch nicht ſtark genug.“
Es erfolgte eine Pauſe und das nichtswürdige Geſchöpf fühlte ihr Herz wild ſchlagen, denn je näher der Augenblick kam, in welchem ſie die Be⸗ fehle ihres ſchändlichen Brodherrn ausführen ſollte, fing ihre Selbſtbeherrſchung an ſie zu verlaſſen.
„Sie haben wahrſcheinlich,“ bemerkte ſie gegen die arme Nähterin, welche geſchäftig Brod ſchnitt und Butter darauf ſtrich,„dieß früher öfters für Ihre Brüder und Schweſtern gethan.“
„Ich habe weder Brüder, noch Schweſtern.“
„Sie ſind alſo das einzige Kind?“
„Ich glaube ſo.“
„Sie glauben ſo?“ wiederholte Bet.„Kennen Sie denn Ihre Herkunft nicht?“
„Ich habe meine Eltern nie gekannt,“ erwiderte das arme Mädchen, ſich heimlich eine Thräne ab⸗ wiſchend,„das heißt, meine rechten Eltern. Aber ich habe welche, die ich ſo nannte und als ſolche
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