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„Mit Ihrer Erlaubniß, Herr Inſpektor,“ ſprach Harry Burg,„möchte ich an dieſe Frau eine Frage ſtellen.„Wie kommt es,“ ſetzte er, gegen Rebecca gewendet, hinzu,„daß Miß Cheerly ſich in die Noth⸗ wendgkeit verſetzt ſieht, ihre Juwelen zu verkaufen, da ſie doch, wie ich gewiß weiß, vor wenigen Mo⸗ naten erſt die Summe von fünftauſend Pfund empfangen hat?“
„Das war allerdings der Fall,“ wimmerte die Heuchlerin, die Augen wiſchend;„aber die ſind fort.“
Kit, der etwas von der Verſchreibung gehört hatte, horchte hoch auf, indem er vor ſich hin mur⸗ melte:„Auch verloren!“
„Sie lieh das Geld Jemand, den ſie für ihren Freund hielt,“ fuhr die Amme fort,„der ihr, ich weiß nicht, wie viele Pro— Procente, glaub' ich, nennt man es, dafür verſprach; er ging aber nach Amerika, oder wo anders hin, mit dem Gelde durch und wir waren gerade in dem Augenblick zu Grunde gerichtet, wo wir ein kleines Haus auf dem Lande miethen wollten, um dort recht glücklich zu leben. Ach! meine arme, liebe— liebe junge Dame.“
Die Lüge wurde in ſo natürlichem Tone und ſcheinbar unter ſo tiefem Leid vorgebracht, daß Harry Burg von der Wahrheit der Angabe ſich überzeugt fühlte. Sir John Sellem hat alſo ein Verbrechen weniger, als ich meinte, zu verantworten, dachte er.
In den Angaben, welche der Zimmergeſelle jetzt machte, lag ein gewiſſer Humor. Er erzählte, wie zuerſt ſein Verdacht durch Rebecca's übelgelauntes, verdrießliches Weſen erweckt worden ſei; beſchrieb ihre ſcheinbare Gleichgiltigkeit gegen die ihr vorge⸗


