19
Turk, welche wahrhaft preiswürdig iſt, und demge⸗ mäß wird es ihr auch wieder gelingen. Jenes iſt ihr Opfer, der ſchwerfällig ausſehende Burſche, der neben ihrer jüngſten, unverheiratheten Tochter ſitzt. Jener ſeltſam ausſehende, einem Farmer gleichende Mann, der über die alte, für ihn Thee machende Dame ſpöttelt und das Hotel ein Bierhaus und alle Verſammelten Spitzbuben und Vagabunden nennt, iſt der geprieſene Jve Armſtrong, ein großer Mann beim Turf*) und von einer der älteſten Familien in Yorkſhire abſtammend. Der ſchweigſame, gutmüthig ausſehende und anſpruchsloſe Mann neben ihm ift der Marquis von Queensferry. Er wartet ruhig St. Leger ab, um ſeine gewöhnlichen zehntauſend Pfund zu verlieren, ehe er in die Stadt zurückkehrt. Die Dame auf der andern Seite, mit dem melancho⸗ liſch blickenden Töchterpaar, iſt die geprieſene Lady Merrimoth, die große Whiſtſpielerin. Es iſt bekannt von ihr, daß ſie einmal mit geringer Unterbrechung eine ganze Woche dabei aufblieb. Heute Nacht wer⸗ den Sie dieſelbe mit Banknoten im Schvoße beinahe bis zum Kinn aufgebeugt, das Freilehen eines Land⸗ ſtücks auf das Umſchlagen einer Karte ſetzen ſehen. Die beiden jungen Damen, ihre Sprößlinge, ſendet ſie gewöhnlich in eine Koſtſchule in der Nähe, ſo lang die Saiſon dauert. Heute Nacht haben ſie einen halben Feiertag, in Folge unſeres beabſichtigten Balls im Drachen. Ihre Lebensbahn iſt mit einer Linie des unſterblichen Pope bezeichnet, eine Jugend von Thorheit und ein Alter von Karten.“
*) Jagd und Pferderennen. A. b UU. *
68


