Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Unſer Veteran hatte ſeinem Vermögen zur Ent⸗ haltſamkeit mißtraut und dem Kellner ausdrücklich ge⸗ boten, ihm nichts als eine kleine geröſtete Butterbrod⸗ ſchnitte zu bringen; kaum aber erſchien Thee und Faffee mit andern leiblichen Labſalen, ſo ſchleppte er ſich, nachdem er dieſelben einige Minuten angeſchaut hatte, an unſern Tiſch und begann gleich einem aus⸗ gehungerten Wolf oder Tiger zu eſſen.

Dieſer Salm wird mein Untergang ſein, ſagte er innehaltend, um Athem zu ſchöpfen.Das erſte Mal, da ich in Cork landete, vor dreißig Jahren, hatte ich ihn auch, wie mir noch erinnerlich iſt, zum Frühſtück, gerade in dieſem Zimmer. Seitdem bin ich zwölfmal über den atlantiſchen Oecean gefahren, und voch iſt es mir, als ob es erſt geſtern geweſen wäre. Köſtlicher Schmaus! Kellner, mehr Salmen her, mehr Butterſemmel, noch eine Schüſſel Pfeffer⸗ Nieren*) und mehr Brandy; mein Magen iſt wie eine friſch geſpannte Meſſingtrommel, Sir, aber ich kann mich jetzt nicht halten. Fermoy, fuhr er kläglich fort, ich werde dich Allem nach nicht mehr ſehen; lebe wohl, Fünfzigſtes, ich werde an Salmen ſterben. Reichen Sie mir noch ein Stückchen, Gentlemen.

Dank Ihnen! das wird's thun; ja, ich werde an Salmen ſterben, und Georg Chacot wird eine Stufe vorrücken.

Manche Wahrheit wird im Scherz ausgeſpro⸗ chen, heißt es in dem gemeinen Sprichwort. Kapi⸗ tän Wornout ſtarb wirklich am Genuß dieſes Salms. Er wurde ernſtlich unwohl, ehe er die Tafel verließ, vahi⸗2eei h. ſtark gewürzte, gepfefferte Rieren üg ſB⸗