Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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ger Achtung, wenigſtens ohne lebhafte Empfindungen von Feindſeligkeit gegen einander.

Der Oberſt war ein Weltmann; er fühlte wohl, daß es Thorheit wäre, den Verluſt einer ſtrafbaren Gattin zu beweinen. Er hatte Roderich gefordert, um ſeiner Ehre zu genügen, aber er hatte nicht die geringſte Luſt, ſein Daſein in dieſer Welt ein zwei⸗ tes Mal zu riskiren.

Mabel hatte ihre Maßregeln ſo gut getroffen, daß es für ihren Gatten vergeblich geweſen wäre, ſie zu verfolgen. Zwei Tage nachdem ſie die Be⸗ hauſung ihrer Ahnen verlaſſen, kam ſie in London an, wo ſie durch Allans Vermittlung eine Zuſam⸗ menkunft mit ihrem Couſin, dem ehrenwerthen Edgar Sutton verabredet hatte.

Obgleich dieſer Gentleman ſich in der Nachbar⸗ ſchaft von Crowshall gerade in der Nacht, wo ſie entflohen war, befunden hatte, war ſie doch nicht ge⸗ neigt geweſen, von ſeinem Schutz Gebrauch zu machen. Sie hatte noch die Achtung vor ſich ſelbſt, den Stolz eines Rufs ohne Flecken.

Als Mabel die Stimme ihres Couſins hörte, fuhr ſie zuſammen. Es war nicht die, welche zu ihr im Park geſprochen hatte. Es war ebenſo wenig daſſelbe Geſicht, noch dieſelbe Haltung.

„Erlauben Sie mir,“ ſprach er,„Ihnen zu Ihrem muthigen Schritte Glück zu wünſchen. Ich habe Mrt. Elton geſthen utd er iſt ganz geneigt, Ihre Sacht zu herichnſen. Er ſcheint ſehr erbittert gegen den Männ, den Sie ſiit Ihrér Hand bechrt haben.“ 6

Die Datte ſeufzte hei dieſet Erinnerung.

Das Erbe. IV. 3