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wollte, ſo kam doch endlich die Zeit der Trennung; die Wagen ſtanden vor der Thüre.
Dies ſollte— wie wir häufig unſere ehrwürdige Jungfer Tante etwas zweifelhaft bemerken hörten— für den neugebackenen Bräutigam, wenn er anders ein bischen Gefühl im Leibe hat, ein peinlicher Au⸗ genblick ſein. Das Abſchiednehmen, die Segens⸗ wünſche, das Schluchzen, die Küſſe, die Thränen, welche auf die Braut niederregnen, während von ihm ſelbſt kein Menſch Notiz nimmt, ſind lauter mittel⸗ bare Vorwürfe, daß er ſo grauſam ſein kann, den achtbaren bejahrten Voter in der ſchneeweißen Weſte, welcher beim Frühſtück eine ſo ſchöne Rede gehalten hat, die weinende Mutter, die Schweſtern und Braut⸗ jungfern der lieben Tochter, der Freundin und Ge⸗ fährtin zu berauben.
Wenn der Bräutigam ein Herz hat, ſo muß er dies fühlen; wo nicht, Pfui über ihn. Wir können nur ſagen, daß es ſo ſein ſollte.
Was die Brüder der Opfer betrifft, ſo haben wir ſie abſichtlich übergangen, da ſie ſolche Gelegen⸗ heiten in der Regel lieber fröhlich als ernſt nehmen.
Zum Glück wurde bei dem gegenwärtigen Anlaß, welcher der einzige iſt, der uns eigentlich angeht, von Taſchentüchern nur ein mäßiger Gebrauch ge⸗ macht. Allerdings ſtanden Rachel Markham und Lady Bell Thränen in den Augen, als die Wagen ab⸗ fuhren; aber das Lächeln der Hoffnung trocknete ſie bald wieder. Die einzige Braut, deren Glück durch eine Wolke des Schmerzes getrübt wurde, war die zarte Atice, die nach dem Segen der Mutter ſeufzte.
Als der Wagen, in welchem William mit ſeiner


