Teil eines Werkes 
6. Band (1860)
Entstehung
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unſeren Helden oder auf ein noch dunkleres Geheim⸗ niß beziehe. Anfangs hatte er Luſt, die Aufforderung unbeachtet zu laſſen und memmenhaft die ſchlimme Stunde wenigſtens hinauszuſchieben; aber die Nach⸗ ſchrift, die auf ſeine perſönliche Sicherheit anſpielte, wirkte wie ein Bann auf ihn, und er trat zur anbe⸗ raumten Zeit den Gang an, von welchem, wie ihm ſein Inneres ſagte, ſein ganzes künftiges Geſchick ab⸗ hing. Mit Gefühlen, ähnlich denen, mit welchen der Verbrecher vor den Richter tritt, betrat er das wohl⸗ bekannte Geſchäftslokal der Firma in der City.

Iſt mein Onkel ſchon da? fragte er.

Der Caſſier deutete ſchweigend auf das Privat⸗ buveau ſeines Principals. Es gereichte Carus zum großen Troſt, daß nur Peter Mangles im Zimmer war, obwohl ihn dieſer mit Blicken des Unwillens begrüßte.

Warten Sie nur, bis ich mit dieſen Zahlen fertig bin, ſagte er;ſie ſind etwas verwickelt, denn ſolche Rechnungen kommen mir nicht oft vor.

Was kann er damit meinen? fragte Carus ſich ſelbſt.

Nachdem er faſt eine halbe Stunde in der unbe⸗ haglichſten Stimmung dem peinlichen Kratzen von Peters Feder zugehört hatte, zog endlich der alte Mann die Bureauklingel, worauf einer der jüngeren Comptoiriſten eintrat.

Dieſe Papiere zu Mr. Bently, ſagte er.

Kann nicht ich ſie ihm bringen 2 fragte Carus, von ſeinem Sitz ſich erhebend.

Ihr Onkel will Sie erſt ſehen, wenn er genau von dem Stand der Dinge unterrichtet iſt, und das