Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Ich könnte mit leichterem Herzen ſcheiden, wenn ich nur wüßte, was aus dem Kinde geworden iſt. Der Gedanke an das arme Geſchöpf wird mir ſtets zum bittern Vorwurf.“ Mark verbarg ſein Geſicht mit den Händen; er hatte über dieſen Gegenſtand ſchreckliche Ahnungen. „Die gnädige Frau kann doch nicht die Abſicht haben, ihr ein Leides zu thun?“ fügte Roſa bei. „Fürchte dies nicht,“ murmelte der ſchuldige Mann, einer Zuverſicht Ausdruck gebend, die er ſelbſt nicht entfernt fühlte.„Ich denke nur an den armen alten Simon und an Eſther; wie unglücklich muß ſie die Ungewißheit und die Furcht machen. Es iſt ſchrecklich, denken zu müſſen, daß ich die Urſache von alb ihrem Elend bin— ich, den ſie von Jugend auf gekannt haben. Wie werden meine alten Freunde mich verachten, wenn einmal die Wahrheit ans Licht kömmt! Daoß dem Kind etwas geſchehen könnte, fürchte ich nicht. Warum ſollte Lady Boothroyd der Tochter des Barny Gee etwas zu Leide thun? Nein, nein; es iſt weiter nichts als ihr Stolz, oder vielmehr der des Sir Norman. Er kanns nicht er⸗ tragen, daß die Waiſe des Mannes, den er ermor⸗ den ließ, in St. Faith bleibe und durch ihre An⸗ weſenheit die Erinnerung an die That lebendig er⸗ halte. Verlaß Dich darauf, vom weltlichen Stand⸗ punkt aus wird Lilly durch den Wechſel nicht in Nachtheil kommen.“ „Wenn ich nur auch ſo denken könnte,“ ſeufzte ſein Weib. „Jedenfalls ſind wir außer Stand, ihr zu helfen, entgegnete Mark.