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ſeinem neuen Nachbar; denn das Blut des Abkömm⸗ lings der altadelichen Boothroyd empörte ſich bei dem Gedanken an eine Gemeinſchaft mit einem Manne, der durch Fleiß und Thatkraft zu Mitteln gekommen war. Die Anerkennung dieſer Thatſache reichte nicht zu, den eiſernen Stolz aufzuthauen, der erſt ſpäter auf minder ehrenhafte Beweggründe hin ſich zu mildern begann. Mr. Thornton war nämlich zum Friedensrichter ernannt worden und erwies ſich nicht nur als ein ſehr thätiger, ſondern auch als ſehr geſcheidter Beamter, der zwar dem Geſetze Gel⸗ tung verſchaffte und jeden erwieſenen Fall von Wild⸗ dieberei ſtreng zur Rechenſchaft zog, aber nie darauf einging, das Schießen eines Kaninchens auf den Gemeindegründen ſchärfer als mit einer blos nomi⸗ nellen Strafe zu ahnden.
Sir Norman Boothroyd glaubte indeſſen ſeinen Zweck beſſer zu erreichen, wenn er den wackern Be⸗ amten nach Meldown Park einlud und mit Schmei cheleien bearbeitete. Freilich irrte er darin; den wenn Mr. Thornton auch ſeine Aufmerkſamkeit an nahm und als ſelbſtverſtändlich erwiderte, ſo hatt dies doch keinen Einfluß auf ihn.
In dem Beſuchzimmer zu Meldown befand ſich ein Halbdutzend Perſonen, Mr. Thorntons dreizehn jährigen Sohn, einen hübſchen, verſtändigen und die Tochter des Hausherrn nicht mitgerechne Die Geſellſchaft beſtand aus Sir Norman und ſeine Gattin, dem Doctor Poundtert, einem hochkirchlichs Pfarrherrn, ſammt Gemahlin, einem reichen, g herzigen, aber unwiſſenden Landſquire„ der in d. Grafſchaft nur unter dem Namen Sporting Blund


