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„Und der junge Mann, der bei meinem Bruder var, der Geſpiele Deiner Kindheit, der erſte Freund, annſt Du daſſelbe von ihm ſagen?“ Er hat mir niemals geſagt, daß er mich liebe; ber ich fürchte, er liebt mich!“ „Du fürchteſt?“ „Ja! Gibt es ein größeres Unglück, als von Jemand geliebt zu werden, den man nur achten ann? zu wiſſen, daß man ihn unwillkürlich betrübt, Jezwungen zu ſein, den Ausdruck ſeiner Gedanken und Empfindungen abzumeſſen, aus Furcht, er möchte ie übel deuten? Miran iſt von Natur gut und edel, und Sie haben geſehen, wie ungerecht ihn ſeine Thorheit gemacht hat.“ „Du haſt Recht, Ellen,“ ſagte ihr Onkel, ihre Aufrichtigkeit und Einfalt bewundernd;„die Liebe, velche wir nicht erwidern können, iſt wahrhaft ein Unglück, und um Dir einen ſolchen Schmerz zu er⸗ ſparen, werde ich ſelbſt Deinen Couſin von Deinem Verhältniß mit Henry Aſhton in Kenntniß ſetzen. Was Deinen indiſchen Bewunderer betrifft, ſo fürchte ich, daß eine ſolche Andeutung zu ſpät kommen möchte!“ Die Waiſe dachte ebenſo; aber Sir William führte die Unterredung nicht weiter fort, ſondern wünſchte ihr, nachdem er ſie auf die Wange geküßt, gute Nacht. Als die jungen Leute die Abtei verließen, ſtießen ſie auf den Er⸗Bereiter, welcher von ſeiner Lieblings⸗ tätte kam.
„Nun!“ ſagte Henry, der ſeine Gemüthsart kannte,„habt Ihr in Eurem Geiſte entſchieden, wer


