grauſamer Glaͤubiger ſuchten. Dies war auch ſonder Zweifel die urſpruͤngliche Abſicht bei Gruͤndung der Freiſtätte. Doch ſeit längerer Zeit war damit ein Mißbrauch getrieben wor⸗ den, aͤrger als der der Geldwechsler, welche den Tempel Gottes zu einer Krambude um⸗ wandelten. Unter der Regierung Eduards V. rief der Herzog von Buckingham mit dem groͤß⸗ ten Rechte aus:„Seht, wie wenige Männer Noth oder Ungluͤck zwang, die Freiſtatt aufzu⸗ ſuchen! und auf der anderen Seite ſeht, wie Viele daſelbſt ſind, die nichts als eigene Ver⸗ worfenheit hieher gebracht hat; welch eine Maſſe von Raͤubern, Moͤrdern und Miſſethaͤ⸗ tern aller Art, an dieſen beiden Orten; in der City und in der Vorſtadt*). Wohl darf ich ſagen, vergleicht man die Wohlthaten, die ſie gewaͤhren, mit dem Uebel, welches aus ihnen entſpringt, ſo waͤre es beſſer, ſie nicht zu ha⸗ ben. Und wuͤrden ſie ſelbſt nicht gemißbraucht, wie es jetzt der Fall iſt, und ſo lange war, ſo fuͤrchte ich doch, ſie werden ewig beſtehen, denn Niemand wird ihre Aufhebung vorſchlagen wol⸗ len, weil man anzunehmen ſcheint, Gott und St. Peter waͤren die Schuͤtzer Ruchloſer. Jetzt verſchwenden Viele ihr Gut leichtſinnig,
*) Weſtminſter, und St. Martin der Große.


