Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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zu verlaſſen, und die lange genaͤhrte Rache auszuuͤben, hatte ſie mit eben der Ruhe und ueberlegung gehandelt, welche ſie ſchon fruͤher beſtimmt, ihre Rache ſo lange zu verſchieben, bis ſie ſchwerer treffen, und tiefer ſchmerzen mußte. Sie kannte den Mann, mit dem ſie es zu thun hatte, wußte, daß er ſowohl liſtig als kuͤhn, dabei ſchwer zu hintergehen, und

noch ſchwerer in Furcht zu ſetzen ſei, und be⸗

ſchloß daher, dem Zufalle gar nichts zu uͤber⸗ laſſen, ſondern den Beleidiger ſo zu umgarnen, daß das erſte Suͤhnopfer, welches er ihr und der Welt bringen mußte, ein oͤffentliches, und zugleich ein vernichtendes ſei. Nach dem da⸗ maligen Geſetze ward das Verbrechen, deſſen er ſich ſchuldig gemacht, mit dem Tode beſtraft, und obgleich die gaͤnzliche Unwiſſenheit, in der es begangen worden, in unſeren Tagen ein hinlaͤnglicher Schutz fuͤr das Leben des Ver⸗ brechers wäre, ſo bot dies doch zu der Zeit Heinrichs VIII. kein ſolch Sicherungsmittel dar, einer Zeit, von der es ſchwer waͤre, zu entſcheiden, ob die Beſtimmung oder die Voll⸗ ſtreckung der Geſetze grauſamer, unmenſchlicher und blutduͤrſtiger war. um ſelbſt gegen jede Milderung des Urtheils geſichert zu ſein, wußte ſie es zu veranſtalten, daß die Sache einem Richter uͤbertragen ward, der dem Sir Lionel IV. 2