Teil eines Werkes 
3. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Schwierigkeiten angedeutet, mit denen er in dieſem Falle zu kaͤmpfen haben wuͤrde. Er fuͤhlte den Mangel der Veweismittel auf ſeiner eigenen Seite, die großere Glaubwuͤrdigkeit auf der ſeines Gegners, und hatte hinreichende urſache, zu furchten, daß Falſchheit, Beſte⸗ chung und Einſchuͤchterung nicht geſpart wer⸗ den wuͤrden, ſollte Sir Lionel ſie fur noͤthig erachten. Sogar wenn Dudley ſich grade an den Konig ſelbſt wenden wollte, was er noch fuͤr das Zweckmäßigſte hielt, ſchien dies, bei naͤherer Betrachtung, nicht ohne Gefahr geſche⸗ hen zu koͤnnen. Außer der Einkerkerung ſeines Vetters, die ſich uͤberdies noch durch die Gei⸗ ſtesſchwaͤche, deren man ihn beſchuldigte, recht⸗ fertigen ließ, hatte er keine gewiſſe oder halt⸗ bare Beſchuldigung. Sir Lionel ſtand, wie man wohl wußte, hoch in der Gunſt des Koͤ⸗ nigs, ſowohl wegen ſeiner Geſtalt, als auch wegen ſeiner Tapferkeit, und ſeiner Gewand⸗ heit und Erfahrenheit in allen ritterlichen Kuͤn⸗ ſten, ſaͤmmtlich Eigenſchaften, die der Koͤnig ganz beſonders ſchaͤtzte. Heinrich, der nicht weniger eigenmaͤchtig als eigenſinnig war, konnte es leicht fuͤr eine Beleidigung anſehen, daß man einen Mann anzuklagen wagte, dem er ſein Wohlwollen geſchenkt hatte, vorzuͤglich,