— 225—
ten; auch ſei es in einem ſo revolutionären Zeitalter, wo Aufruͤhrer und Gotteslaͤugner die Guͤter der Kirche zu vermindern ſtrebten, kei⸗ newegs zulaͤſſig, eigenmaͤchtige Neuerungen zu machen. Nachdem ſie dieſen Gruͤnden noch an⸗ dere, eben ſo triftige hinzugefuͤgt, und ſich da⸗ bei allerhand beißende Bemerkungen gegen Ver⸗ ächter der alten Ordnung und gegen willkuͤhr⸗ liche Neuerer erlaubt hatten, ſetzten ſie die ganze Verhandlung ſchriftlich auf, und uͤber⸗ reichten ſie ihrem Vorgeſetzten, der zwar die Sache durchaus mißbilligte, aber dennoch ſeine Einwilligung gab, um Zwietracht und Hader in der Abtei zu verhuͤten. Hiezu wurde er um ſo eher vermocht, da er in die Eintracht ſeiner untergebenen, und deren gutes Betragen, ſei⸗ nen Ehrgeiz ſetzte. Ueberdies ließ die Unter⸗ druͤckung der kleineren Klbſter auch einen An⸗ griff auf die groͤßeren erwarten, und dieſen glaubte er von ſeiner Abtei nicht ſicherer abwen⸗ den zu koͤnnen, als wenn er uͤber der Aufrecht⸗ erhaltung des guten Rufes wachte, in welchem ſie bisher ohne unterbrechung geſtanden hatte.
Die Zeremonieen hatten daher nach der Be⸗ ſtimmung ihres frommen, menſchlichen Stif⸗ ters, ihren Fortgang, und die Minſtrels des Landes, zu welchen ſich die des Thurmhauſes geſellten, bildeten eine Prozeſſion. An die


