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„Die Abtei! die Abtei!“ ſchrieen jetzt Mehrere, und Dudley, der ſich der Fehde zwiſchen dem
Koͤnige des Berges und dem Koͤnige des Thales erinnerte, glaubte, dem Gotteöhauſe drohe irgend
ein Unheil, doch die hohen Thuͤrme, die Spitzen
der Kirchen und Kapellen, welche durch die
Wolken in tiefen Schatten gehuͤllt waren, rag⸗ ten majeſtätiſch in den Himmel hinein, und ſchienen der hoͤchſten Wuth des Sturmes zu gebieten. Noch waren Aller Blicke einige Zeit
abwechſelnd auf die dunklen, drohenden Ge⸗ ſtalten auf der Terraſſe, und auf das heilige
Gebaͤude der Abtei gerichtet, doch jetzt fingen
die Gewitterwolken an, ſich zu zertheilen, der
Himmel ward wieder klar, und Sir Lionel und ſein haͤßlicher Gefahrte gingen zu dem Hauſe zuruͤck, und verſchwanden. Der Donner ver⸗ hallte murmelnd in der Ferne, der Geſang der Voͤgel uͤbertonte das Rauſchen des Waſſers, welches von dem Steine herabrann, die Sonne brach glaͤnzend durch die Wolken, ein pracht⸗ voller Regenbogen ſpannte ſich am Himmel aus, und unbeſchaͤdigt ſtand die Abtei, im hell⸗ ſten Sonnenlichte da. Ermuthigt, daß ihre Befuͤrchtung nicht eingetroffen war, begannen
die Bauern wieder freiern Athem zu ſchoͤpfen,
und in lauterem Tone mit einander zu ſprechen. Der Kaͤrrner wagte einige Scherze uͤber Sir


