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fordern Opfer auf Opfer. Je größer die Hülf⸗ loſigkeit der Unglücklichen, je größer die Todesangſt, mit der ſie ſich an das Halbdeck und deſſen Ge⸗ bieter klammern.
Der eiſige Sturm, die über ihn hinrauſchende Fluth hat ſein glühendes Blut nicht gekühlt. Sein Auge blickt ſtier; ſein Haar ſträubt ſich.
„Sie haben uns betrogen!“ ruft es aus der Menge in Tönen der Verzweiflung.„Sie kommen nicht wieder.“
„Du ließeſt ſie gehen!“ ſchreien Andere.„Du! Und jetzt willſt Du hintendrein.“
„Er ſoll nicht!“
„Er bleibt bei uns! Wir luſen i ihn nicht.“
Die Menge nahm eine drohende Haltung an. Der Capitain riß ſich gewaltſam los. Er ſchwang ſich auf die Galerie, und ſtierte abwechſelnd nach Land und See. Da ſchrie er auf einmal, die Hůndt wie abwehrend von ſich ſtreckend:
„Da iſt das Geſpenſt, das mich jede Nacht quälte! Nun kommt es auch bei Tage. Es ſchlägt mit dem feurigen Schweif um ſich und langt mit dem ſchwarzen Rüſſel nach mir. Lache nicht, Sa⸗ tan! Du fängſt mich nicht! Hierher!“


