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Mit dem einbrechenden Abend veränderte ſich die Seenerie des Meeres. Rieſige Wolkenmaſſen ſtiegen von allen Seiten aus dem Schvoße der Wellen auf und wuchſen von Secunde zu Secunde höher.
Die blaue Himmelsdecke wurde immer kleiner und kleiner, bis ſie zuletzt nur noch einem Fenſter glich, durch welches einige Lichtſtrahlen in das düſtere Gewölbe fielen, das ſich rings um die tückiſch-ſchlummernde See aufgebaut hatte. Endlich floſſen die Nachtwolken in Eins zuſammen, ein lange nachhallender Donner rollte vorüber, Blitze zerriſſen für Augenblicke das ſtarrende Gewölk.
Der Donner machte das Schiff erzittern und ſchreckte die Bewohner der Kajüte und des Vorderdecks aus ihren Verſchanzungen auf. Wie auf ein gegebenes Sig⸗ nal eilten Alle zugleich auf das Deck; die Officiere mit Piſtolen und Säbeln, die Matroſen mit Handſpaken und Aexten. Die Nacht war bereits ſo undurchdringlich, daß man kaum eine halbe Kabellänge über das Bug⸗ ſpriet hinausſchauen konnte, und immer enger rückten die hochgethürmten Maſſen aneinander; die Blitze zuck⸗ ten und züngelten, der Donner rollte näher.
Einer der Männer des Fockmaſtes fand ſich an der Gränze des Quarterdecks ein, demüthig den Hut in


