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Mönches zu erkennen, der ihr in dem Schloſſe des Rutilianus erſchienen war, und den ſie nun fuͤr einen wirklichen Menſchen und keinesweges fur ein bloßes Phantom hielt. So ſehr nun aber auch Julia in dem Gedan⸗ ken an ihr eigenes Schickſal verſunken war, ſo war ſie doch nicht unempfinblich gegen den Genuß ſich auf dem Lande und im Freien zu befinden, nachdem ſie mehrere Wochen in Gefangenſchaft zugebracht, und noch denſelben Morgen gefuͤrchtet hatte ihr Leben in dem ſchrecklichſten Gefaͤngniſſe beſchließen zu muͤſſen. Die Nonne, die bei ihr war, ſchien ihr eine Perſon von beſchränktem und ſchwachem Geiſte, allein ſie floßte ihr weder große Furcht noch Widerwillen ein; der Prieſter, der ſie begleitete, und den ſie Gelegenheit hatte, in der Naͤhe zu betrachten, indeß die Maulthiere aus⸗ ruhten und die reiſenden Frauen mit ihm ein klei⸗ nes Mahl einnahmen, zeigte auf ſeinem Geſichte eine Miſchung von eligioſem Eifer und Furchſam⸗ keit, die ſehr gut zu der Rolle paßte, welche er, wie ſie glaubte, im Schloſſe des Rutilianus ge⸗ ſpielt hatte.


