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In dem Augenblicke, wo der Graf von Char⸗ tres in die Hoͤhle trat, ſchien ihm die alte Prieſte⸗ rin mit dem Gotte zu kämpfen, der ſich ihrer ſchon ganz bemaͤchtigt hatte. Ihre Augen glühten
in wildem Feuer, ihre weißen Haare ſtiegen ihr auf dem Haupte empor, ſie ſtoͤhnte, als wenn ſie nur mit vieler Muͤhe athmen koͤnnte; ſie rang die Hände und ſchien auf dem Sitze zu wanken, wahr⸗ ſcheinlich wurde ſie auch von dieſem herabgefallen ſeyn, wenn ihr Sohn nicht herzugetreten ware, um ſie zu unterſtuͤtzen. Wuͤrdiger Nachfolger des erhabenen Julian! rief ſie dem Severus zu, als ſie ihn erblickte, traue nicht den Prieſtern des neuen Gottes. Traue nicht jenen Hunden, die uns wuͤthend verfolgen, und die ſich Moͤnche nennen! Deine Tochter iſt in ihren Händen, ſie ſchmachtet in einem ihrer füͤrchterlichen Gefängniſſe, ſie befindet ſich in der Gewalt desjenigen Deiner Feinde, der Dich am meiſten haßt und fuͤrchtet. Huͤte Dich, daß er ſie nicht, um ſie Deinen Nachforſchungen zu ent⸗ ziehen, in dem Grabe verberge! Ich kann nicht mehr! Es iſt genug!— 2r Bd. D


