Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Die Andern hatten einige Luftlöcher gefunden,

welche mit dem Innern des Gebirges zuſammen⸗

hingen und wahrſcheinlich zu einiger Erhellung

dieſes dunkeln Aufenthaltes dienen mochten; allein

ſie waren alle ſo angelegt, daß es unmoͤglich war,

hindurch zu kommen, Umſonſt hatten ſie gerufen

und das Ohr daran gehalten; kein Laut hatte ſich von Innen heraus horen laſſen.

Endlich hatte Diocles eine Oeffnung entdeckt, die ihm, der Lage nach, zu dem Wachzimmer uͤber der innern Thuͤre zu fuhren ſchien, oder zu der Stelle, wo man das Felfenſtück in Bewegung geſetzt hatte, um die Verbindung zwiſchen dem Souterrain und dem großen Thurme abzuſchnei⸗ den. Geräuſchlos hatte er ſich derſelben genaͤhert und einige Zeit gelauſcht. Er glaubte gewiß zu ſeyn, Menſchenſtimmen gehoͤrt zu haben; ja, es duͤnkte ihm ſogar, man habe lateiniſch und keine der in Gallien gewoöhnlichen barbariſchen Sprachen geſprochen. Aber als er endlich gerufen und Syl⸗ viens Anerbietungen deutlich ausgeſprochen hatte, war eine tiefe Stille in der Höhle entſtanden und