in eine duſtere Muthloſigkeit, bald erhob ſie ſich aus derſelben, um alle Regungen der Erwartung U
und Hoffnung zu empfinden. Felir, der auf dem andern ufer der Loire ihr Retter geweſen war,
Felix, der ſo viel Eifer gezeigt hatte, ihr zu dienen,
dieſer Felir, der ſie liebte, der bei ihrem Vater
um ihre Hand geworben hatte, der ſollte hier ein⸗
treffen. Obgleich ſein Herz gebrochen ſchien, ob er gleich nur ſie ſehen zu wollen ſchien, um auf ewig Abſchied zu nehmen, konnte er denn nicht doch noch Plaͤne hegen, welche füͤr ſie Beide heil⸗
— bringend werden mochten? Konnte ſie wiſſen, wel⸗
che unerwartete Hulfsquellen er ihr vielleicht ent⸗
hyuͤllen wollte? Konnte ſie an ihn denken, ohne
Etwas von ihm zu erwarten? und konnte der Tag,
der ihn ihr zuruͤckbrachte nicht auch ein Tag des Gluͤcks fur ſie ſeyn?
Allein Felix, der den 16. Oetober von Soiſons
abgereiſt war, traf den ganzen Tag des 17ten
nicht zu Noviliacum ein, auch in der Nacht kam er nicht, und den 18ten fruͤh(XV. der Calenden des Novembers) ſchickten ſich Sylvia und Julia an, mit ihm zu Heſodunum zuſammen zu treffen.


