——
völkern, hatte Sylvia ihre in Gallien weit zer⸗ ſtreuten Beſitzungen veräußert. Sie hatte einen Pallaſt verkauft, den ſie zu Arles beſaß, hatte aus den Haͤnden der Kaufleute die Kapitalien zuruckgenommen, welche ſie zu Trier fuͤr ſie angelegt hatten; dieſe beiden Hauptſtädte, eine von den ſiebzehn Provinzen, die andere von der Praͤfektur von Gallien, waren diejenigen Städte des Weſtens, wo man noch das meiſte Geld fand, und doch hatte ſie nur vermittelſt ungeheurer Auf⸗ opferungen in dieſen Zeiten des allgemeinen Elends ihr Vermögen daſelbſt realiſiren können.
Allein gerade auch durch Huͤlfe dieſes allge⸗ meinen Elends verſchaffte man dem Lande neue
Anbauer; man mußte ſie nemlich auf den Ment
ſchenmaͤrkten kaufen, wie man das Vieh zu kaufen pflegt, und wirklich hatte ſie auch aus den Haͤnden der Weſtgothen, welche zu jener Zeit den groößten Theil von Aquitanien beherrſchten, mehr als
drei Hundert Sclaven kaufen laſſen. Viele wa⸗ ren ungluͤckliche Gallier, welche, von den Bor⸗
baren ihrer Heimath entriſſen, abermals zurtck⸗
kehrten mit gefeſſelten Händen, den Boden ihres


