gehörte, die je das Steuer eines Schiffes führten. Und als er, ob zufällig oder abſichtlich, eine Weile inne hielt, ſagte ſie ſeufzend:
„Das glaube ich. So gut möchten es Viele haben. Wie muß Eure Frau zu beneiden ſein.“
„Was ſchwatzt Ihr da!“ entgegnete der ſpaniſche Matthes lachend.„Stellt Ihr Euch nur ſo, oder ſolltet Ihr wirklich nicht wiſſen, daß ich unverheirathet bin? Eine gewöhnliche Frau will ich nicht und die beſſeren ſind rar. Ja, wenn ich Eine finden könnte, wie Euch.“
Der gefährliche Funke war gefallen und hatte ge⸗ zündet. Die Flammen ſchlugen hoch empor. Die ſchlaue Nachbarin, die Alles einleitete und des verheißenen Lohnes harrte, war nicht wenig erſtaunt, daß man ihrer nicht weiter bedurfte. Als ſie eines Morgens erſchien, um mit dem ſpaniſchen Matthes zu reden, war dieſer nirgends zu finden und auch von Inken Bork wußte Niemand etwas zu ſagen.
Bald nach dieſem verhängnißvollen Tage war es, daß Dirk Heick von ſeiner oſtindiſchen Reiſe heimkehrte. Die Kunde von der Flucht ſeines Weibes traf ihn wie ein Donnerſchlag. Alle ſeine Nachforſchungen waren umſonſt. Die Einzige, die vielleicht eine Auskunft ertheilen konnte, war die Nachbarin. Aber dieſe hütete ſich wohl, ein Wort zu ſagen. Konnte es doch bei dieſer Gelegenheit an den Tag kommen, daß ſie dabei die Hand im Spiele
*


