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befinden wuͤrde, als Bethaus eingeraͤumt. Sogleich wurde Hand ans Werk gelegt. Mit dem Monat Junius ward der Bau be⸗ gonnen, im Julius eine Reparatur der Ka⸗ pelle und die Einrichtung zum beſtimmten
Zwecke vorgenommen. In der Mitte des
Septembers war ſchon das Werk vollbracht und das Bethaus harrte nun ſeiner Einwei⸗ hung entgegen.
„O weh! ſchon iſt der September zur
Halfte verfloſſen, und mein Frederik iſt
noch nicht wieder da!“ rief der Maler aus. „Ach Gott, ſeit fuͤnf Wochen keinen Brief von Lichtung und er ſelbſt noch nicht zuruͤck, wenn nur kein Ungluͤck ihn betroffen hat! ach, mir iſt immer ſo angſt, Vater, Du
glaubſt gar nicht,“ jammerte Laurentia.
Auch die uͤbrigen Freunde und Freundinnen fingen an, die Sache bedenklich zu finden. Ein Tag nach dem andern verſtrich, ohne daß der Gehoffte ſelbſt oder nur einige Nach⸗ richt von ihm eingetroffen waͤre, und mit je⸗ dem Tage war Laurentia der Verzweif⸗ lung näher gebracht.
„ Die Einweihung der Kapelle wurde ge⸗ wuͤnſcht; dieſe Handlung war dem abweſen⸗ den Lichtung, der vorher in der evangeli⸗ ſchen Kirche der Reſidenz ordinirt werden ſollte, zugedacht. Aber er kam ja nicht wie⸗
der, wohl aber der zur Einweihung beſtimmte
Tag, der einundzwanzigſte des Monats


