der Bauchredner. 259 hätte die Mutter nicht einen Haufen Pfandſcheine gehabt
die wir nach und nach verkauften, und uns dadurch ein Paar Wochen lang das Leben friſteten. Ich verſuchte na⸗ tuͤrlich, mir irgend einen Dienſt zu verſchaffen, aber die Narren, an die ich mich wandte, lachten mich jedesmal aus. Ich war entſchloſſen, Alles in der Welt zu thun, war aber nicht im Stande, das Geringſte von der Welt zu thun zu bekommen. Ich verſuchte es auf der Werfte, allein verge⸗ bens; kräftige Männer warteten unbeſchäftigt. Endlich wollte ich mich als Reitknecht vermiethen.»Wie lange waren Sie in Ihrer vorigen Stelle?«— Damit war es dann im⸗ mer abgemacht. Ich ſagte ihnen, daß ich mein Moͤg⸗ lichſtes thun wuͤrde, aber die Narren wollten nichts von mir wiſſen Was ſollte ich nun anfangen? Kein Geld, keine Arbeit, keinen Freund, der mir einen Heller geborgt hätte. Und wenn auch ich fuͤr meine Perſon etwas gefunden hätte... aber die Weiber, was ſollte aus ihnen werden? und verlaſſen konnte ich ſie nicht!... Sie litten ſo ſchon ge⸗ nug, da weder ſie, noch ich, einen Heller erwerben konn⸗ ten. Einmal dachten ſie ſtark daran, Zeug fuͤr Andere zu rollen, aber wir hatten nicht genug Geld, um eine Ma⸗ ſchine zu kaufen, nicht einmal ſo viel, um einen Schild machen zu laſſen:»„Hier wird gerollt!« Allein das hätte


