248 Valentin Vor vorzuwerfen hatte, machte dieſer ſchreckliche Ausgang doch einen tiefen Eindruck auf ſeinen Geiſt.
Louiſen blieb die Sache ein Geheimniß. Whitely ward es mitgetheilt, doch dabei blieb es; die Vorbereitungen zur Hochzeit wurden getroffen, als ſei nichts vorgefallen, und Valentin ſchien in Louiſens Gegenwart ſo heiter wie immer zu ſein.
Die Nachricht, daß Louiſe am Tage vor ihrer Hochzeit ſein Haus verlaſſen wuͤrde, druckte Ravens Geiſt noch mehr danieder. Er war nun wirklich in einem bejammernswer⸗ then Zuſtande. Er fuͤhlte, daß er, mitten in Reichthum und Glanz, von nun an allein in der Welt ſtehen wuͤrde, ohne ein Kind, das ihn liebte; ohne Freund, der ihn ach⸗ tete, ohne irgend ein Weſen, dem er ſich anſchließen könnte, ausgeſchloſſen von aller Geſellſchaft. ein Geächteter.
Perzzerreißend war Louiſen's Abſchied von ihm. Selbſt Valentin war tief geruͤhrt, als er Raven's Jammer ſah. Es war, als wollte dieſen der Schmerz erſticken.„Leb' wohl, leb' wohl!... Sei gluͤcklich!. Moͤge der Himmel Euch Alle ſegnen!..„ rief er endlich, druͤckte Louiſen in Valentin's Arme, und verließ laut ſchluchzend das Zimmer.
Am Hochzeitstage in der Kirche ſah Valentin eine Ge⸗


