Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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20 Valentin Vop

Nun ja, wir koͤnnen die vielen glucklichen Stunden nicht vergeſſen, die wir mit einander in unſrer Kindheit verlebten. Dazu iſt er ein ſo anhaͤngliches Weſen, und ſo vernarrt in mich!«

Daran zweifle ich nicht im Geringſten; und Sie ſind vielleicht wohl in ihn eben ſo ſehr vernarrt?

Wie! Sie ſind doch nicht eiferſuͤchtig?«

»Eiferſuͤchtig!« wiederholte Valentin mit bitterm Lä⸗ cheln.Auf ihn?.. Nun, der waͤre grade der Mann danach!«

Aber warum denn nicht? Er iſt etwas größer und ſtämmiger, als Sie, und beſitzt jedenfalls ein gutes wohl⸗ wollendes Herz.«

In Ihren Augen, Miß Raven, iſt er ohne Zweifel die Vollkommenheit ſelbſt. Aper ßehn Sie nur, ter ſchimme Find feht auf ßeinen Koͤrber. Tas thut ihm nit kut. Er könnte ſich erkälden.«

Sie ſind ſatyriſch,« ſagte Louiſe,das ſind Sie im⸗ mer; aber in dieſem Augenblicke, fuͤrchte ich, iſt Ihre Sa⸗ tyre boßhaft. Warum ſind Sie ſo erzuͤrnt auf ihn?.. Womit hat er Sie beleidigt?*

»Oh, mit nichts, mit gar nichts,« ſagte Valentin gieichgultig.