Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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16 Valentin Vor

als er das Zimmer betrat, ſah er ſie auf den Arm eines großen jungen Mannes gelehnt, mit welchem ſie auf dem zaͤrtlichſten Fuße zu ſtehen ſchien.

Valentin ſah und ſah und ſein Blick wurde ſtreng. Sie blickte den Fremden an, und laͤchelte, und ſcherzte, und ſchien ungemein heiter zu ſein. Valentin riß, ohne es zu merken, ſeine Handſchuh in Stuͤcken. Wer war der Fremde? Welches Recht hatte er hier?. Er wußte es nicht, ſondern konnte nur Vermuthungen anſtellen. Er ging in dem Zimmer umher, zog die Brauen zuſammen, biß ſich in die Lippen, holte tief Athem und ſchob ſeine Haͤnde bis auf den zußerſten Boden der Taſche. Da waren ſie! ia, da waren ſie! es war nur eine einzige Aus⸗ legung moͤglich. Er hatte große Luſt, zu ihnen zu gehn, und ſich zu uͤberzeugen, was das Alles bedeute. Und doch warum kam ſie nicht? Er zog die Glockenſchnur.. und zwar ziemlich heftig.denn er war grade in keiner

allzuſanften Stimmung.

Weiß Miß Raven, daß ich hier bin?« fragte er den eintretenden Diener.

Bitt' um Verzeihung, Sir. habe vergeſſen, es ihr zu ſagen, Sir bitte tauſendmal Dummkopf!« rief Valentin, und wuͤrde in ſeiner