Teil eines Werkes 
4. Band (1841)
Entstehung
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14 Valentin Vor

Vierundvierzigſtes Kapitel.

Der neue Vetter.

Da Valentin Louiſen ſeit fuͤnf Tagen ſeine Karte abge⸗ geben, ohne ſie zu Hauſe zu finden... und da er nicht die geringſte Mittheilung von ihrer Seite empfangen, ſo ſtieg allmälig die Beſorgniß in ihm auf, Onkel John mochte Recht haben, daß nämlich ſein Streben nach Unabhaͤngigkeit ihn dieſes Mal etwas zu weit gefuͤhrt habe.

und doch... was hatte er gethan? Es iſt wahr, zwei ganzer Tage lang hatte er ſich nicht ſehen laſſen; aber damals war er ruhig, vollkommen ruhig, waͤhrend ſie lei⸗ denſchaftlich auffuhr. Er war nicht widerſpänſtig, ſondern ſagte bloß:»Gut, ich will gehn, wenn Sie es wuͤnſchen le Weiter hatte er nichts geſagt, und doch war er ſeitdem nicht im Stande geweſen, ſie zu ſehen! Es war ihm, als ſei das nicht vollkommen in der Ordnung, und als wäͤre ihm etwas uͤbel mitgeſpielt worden. Was konnte ſie denn erwarten?. Durfte ſie hoffen, er würde ſich zu ihrem Sclaven erniedrigen? Er liebte ſie, liebte ſie innig, und