der Bauchredner.
In dieſem Coſtuͤm kehrte er in den Salon zuruͤck, um zu ſehen, wie diejenigen ſich befaͤnden, die er gerettet hatte. Er fand die junge Dame ziemlich wieder hergeſtellt, und hoͤrte den alten Herrn die feurigſten Aeußerungen machen; als ſie jedoch hoͤrten, daß der, der ſie gerettet, gegenwaͤr⸗ tig ſei, ergriff der alte Herr die eine Hand, waͤhrend die junge Dame die andere nahm und ſie innig kuͤßte.
„Sie wackerer junger Mann! Gott ſegne Sie!« rief der alte Herr und fuhr dann, aus ſeiner Kleidung ſchlie⸗ ßend, daß er zur Schiffsmannſchaft gehoͤren moͤchte, hinzu: „Hier, hier iſt meine Karte; beſuchen Sie mich und ich werde Sie belohnen, ja, mein braver junger Mann, Sie ſollen in mir einen dankbaren Mann finden.«
Valentin laͤchelte, als er dieſen Irrthum bemerkte, nahm jedoch die Karte und ſprach mit der Dame, die, obſchon ſehr blaß, doch noch ſchoͤner als vorher ausſah.
»Kommen Sie! da!.. trinken Sie!.. Sie gefal⸗ len mir!. Sie ſind ein ganzer Mann!« rief ein mun⸗ ter ausſehender Mann in karrirten Beinkleidern, und hielt ihm ein Glas heißen Grog entgegen.»Wahrhaftig, das war brav!.. Trinken Sie rein aus, wir laſſen dann noch eins kommen. Herunter damit, mein Jungel..
das treibt alle Kälte aus.«
Valentin Vox I. 16


