der Bauchredner. 17
Der große Magier betrachtete dieſe Affichen mit Freu⸗ de, und als am Abend Jronſides, deſſen ſäͤmmtliche Ge⸗ danken ſich in dieſem Vorhaben concentrirten, ein Zeitungs⸗ blatt brachte, um ihm die unparteiiſche Kritik zu zeigen, erſchoͤpfte der Signor ſich in Dankesergießungen. Noch an dieſem Abende wurden alle Vorkehrungen getroffen, das Zimmer ward gefegt, die Leuchter geputzt, und der Caſſirer gemiethet, waͤhrend die Becher, und Bälle, und Degen zum unendlichen Vergnugen nicht nur Jronſides, ſondern des Signor Antonio Hesperio de Bellamoniac ſelbſt, in Ordnung gebracht wurden.
Zur gehoͤrigen Zeit kam der Marktmorgen heran, und
die Stadt war, wie gewoͤhnlich, ſchon fruh voll Menſchen. Der Signor war außer ſich, als er ſo viele feſtlich geklei⸗ dete Perſonen ſah, deren Geſichter anzuzeigen ſchienen, daß ihre Beſitzer vollkommen bereit waͤren, ſich anfuͤhren zu laſſen, indem ſie gemaͤchlich in den Hauptſtraßen auf und niederzogen, mit weit geoͤffnetem Munde, als ob ſie Alles verſchlingen wollten. Er ging daher den Tag uͤber in der ganzen Stadt umher, um ſich von der Begierde zu uͤberzeugen, mit welcher die Placate geleſen wurden, und bemuͤhete ſich, incognito, beſonders, jeder Gruppe eine
myſteriöſe Idee von der wunderbaren Vorſtellung beizubringen. Valentin Vox. I. 2


