Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1827) Die beiden Veroneser : Lustspiel / von Shakspeare ; frei bearbeitet von Meyer
Entstehung
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1. Scene.

Deckt auf die Wahrheit, wo ſie ſich verbirgt, Und jene Falſchheit, welche Wahrheit ſcheint.

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Herzog. So Manchem, der nicht raſend iſt, fehlt mehr Vernunft als ihr. Sprich! was begehrſt du denn?

ſa b e Ich bin die Schweſter Claudio's, den man Verurtheilt wegen eines fleiſchlichen Vergehens, auf dem Hochgericht zu ſterben. Er ward verdammt von Angelo, und ich, Die in dem Kloſter noch Novice war, Erhielt davon durch meinen Bruder Nachricht, Der einen, Namens Lucio, zu wir Geſendet.

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L e Das bin ich, mit euer Gnaben Erkaubniß! Ich begab von Claudio Mich zu ihr hin, und bat ſie, ihre Reize An Angelo zu pruͤfen, um dem Bruder Verzeihung auszuwirken. S ſta b e e. Ja, ſo iſt's. Serzog Gzu Lucio.) Man hat euch nicht zum Sprechen aufgefordert.

L Nein, Fuͤrſt! doch Niemand wuͤnſchte, daß ich ſchwiege.

Herzog. So ſchweigt denn jetzt! Ich bitte, merkt euch das!