Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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Sz. 1. Troilus und Creſſida. 333

Patr. Mannsbuben, du Schurke? was ſoll das heißen?

Therſ. Ei nun, ſeine maͤnnliche Hure. Moͤgen doch alle faulen Seuchen des Suͤdwinds, Bauchgrimmen, Bruͤche, Fluͤſſe, Stein⸗ und Ruͤckenſchmerzen, Schlafſucht, Laͤh⸗ mung, Eiterbeulen, Huͤftweh, verkalkte Finger, unheilbarer Knochenfraß, und das Ehrengeſchenk der ſchaͤbigtſten Kraͤtze fallen und nochmals fallen auf ſo widernatärliche Ent⸗ deckungen!—

Patr. Was, du teufliſche Giftbuͤchſe du, was willſt du mit allen dieſen Fluͤchen?

Therſ. Fluch' ich dir?

Patt. Nein, du wurmſtichiges Faß, du verruchter huͤn⸗ diſcher Blendling, das nicht⸗

Therſ. Richt? woruͤber ereiferſt du dich denn, du loſe faſcige Seidenflocke, du gruͤnflorner Schirm fuͤr ein boͤſes Auge, du Quaſt an eines Verſchwenders Geldbeutel du? Ach wie die arme Welt verpeſtet wird von ſolchen Waſſerſlie⸗ gen! ſolchem Wegwurf der Natur!—

Patr. Fort, Galle!

Therſ. Finken⸗Ei!—

Achill. Liebſter Patroclus, ganz durchkreuzt der Brief Mein großes Wollen fuͤr den naͤchſten Morgen. Es ſendet ihn die Koͤn'gin Hecuba,

Und ihre Tochter, meine ſchoͤne Buhlin: Sie beide tadeln und beſchwoͤren mich, Zu halten meinen Eid: Ich brech' ihn nicht. Fallt Griechen, welke Ruhm, werd' Ehre Spreu, Mein erſt Geluͤbd' iſt hier, dem bleib' ich neu. Therſites geh', und ordne mir das Mahl, Die Nacht durchjubeln wir beim Feſtpocal. Komm, mein Patroclus.

(ſie gehn ab.)

Therſ. Bei zu viel Blut und zu wenig Hirn koͤnnen die beiden noch toll werden; wenn ſie's aber bei zu viel Hirn und zu wenig Blut werden, ſo will ich ſelbſt Narren curiren. Da iſt Agamemnon; eine gute ehrliche Haut und Liebhaber von jungen Schnepfen; aber Gehirn hat er nicht ſo viel als Ohrenſchmalz. Und nun vollends dieſe unvergleichliche noble Metamorphoſe des Jupiter, ſein Bru⸗ der, der Stier,— dieſes uranfaͤngliche Prototyp und