Teil eines Werkes 
Siebenter Theil (1832) Ende gut, alles gut
Entstehung
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II.

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Sz. 6. Ende gut, Alles gut⸗ 55

Euch zu verrathen, und Alles was er irgend weiß gegen Euch auszuſagen, ja, und obendrein das ewige Heil ſeiner Seele verſchwort,— ſo ſollt Ihr nie wieder meinem Rath in irgend etwas trauen.

2. Edelm. O, um des Lachens willen laßt ihn ſeine Trommel holen. Er ſagt, er hat eine Kriegsliſt dazu. Wenn Ihr alsdann, mein gnädiger Herr, ſeinem Erfolg auf den Grund ſeht, und in weiche Schlacken dieſer auf⸗ gehaͤufte Klumpen Erz einſchmelzen wird,— und Ihr tractirt ihn hernach nicht wie einen, der eine Tracht Schlaͤge verdient, ſo iſt Eure Zuncigung nicht zu vertilgen. Da kommt er⸗

(Parolles tritt auf.)

1. Edelm. O, um des Lachens willen, hindert den Spaß dieſes Anſchlags nicht: laßt ihn auf jeden Fall ſeine Trommel holen.

Bert. Wie gehts, Monſienr? Dieſe Trommel ſcheint Euch ſchwer auf dem Herzen zu liegen⸗

2. Edelm. Hol' ſie der Henker! laßt ſie doch, es iſt ja nur eine Trommel.

Par. Nur eine Trommel? Nur eine Trommel, ſagt Ihr? Eine Trommel ſo zu verlieren! Das war mir ein herrliches Commando! Mit der Reiterei in unſern eignen Fluͤgel einzuhauen, und unſre eignen Leute zu werfen!—

1. Edelm. Das war nicht die Schuld des Commando; es war ein Kriegsungluck, das Caͤſar ſelbſt nicht haͤtte hin⸗ dern koͤnnen, wenn er uns commandirt haͤtte.

Bert. Nun, wir haben nicht ſo ſehr uͤber unſer Schick⸗ ſal zu klagen; etwas Unehre bringt uns freilich der Ver⸗ luſt dieſer Trommel, aber die iſt einmal nicht wieder zu bekommen.

Par. Man konnte ſie wieder bekommen!—

Bert. Man konnte! Aber das iſt jetzt vorbei.

Par. Man kann ſie noch wieder bekommen⸗ Wenn nur das Verdienſt im Felde nicht ſo ſelten dem wahren und eigentlichen Erwerber zugerechnet wuͤrde; ich ſchaffte dieſe Trommel wieder, oder eine andre, oder bic jacet

Bert. Nun, wenn Ihr ſo großes Geluͤſt danach habt,