Teil eines Werkes 
Fünfter Theil (1831) Coriolanus
Entstehung
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Sz. 1. Coriolanus. 9

Als ſollten auf des Mondes Horn ſie haͤngen, Die Muͤtzen aufwaͤrts, laut und lauter jauchzend. WMen. Und was ward zugeſtanden?

Marc. Fuͤnf Tribunen,

Um ihre Poͤbel⸗Weisheit zu vertreten,

Aus eigner Wahl: der ein⸗ iſt Junins Brutus,

Sicinius und was weiß ich, Tod und Heſt!

Die Lumpen ſollten eh' die Stadt abdecken

Als mich ſo weit zu bringen. Naͤchſtens nun

Gewinnen ſie noch mehr, und fordern Groͤßres,

Mit Androhn der Empoͤrung.

WMien. Das iſt ſeltſam. WMarc. Geht, fort mit Euch, Ihr Ueberbleibſel! (Ein Bote tritt auf.) Bote. Iſt Cajus Marcius hier? Mare. Nun ja! was ſoll's? Bote. Ich meld⸗ Euch, Herr, Vefeer ſind in affen. Warc. Mich freut's! So werden wir am beſten los Den Ueberflnß, der ſchimmlicht wird. Seht da, Die wuͤrd'gen Vaͤter. (Es treten auf Cominius, Titus Lartius und andre Se⸗ natoren, Junius Brutus und Sicinius Velutus.) 1. Sen. Marcius, was Ihr uns ſagtet, i eſchehn; Die Volsker ſind in Waffen. ſt geſcheh Marc. Ja, ſie fuͤhrt Tullus Aufidius, der macht Euch zu ſchaffen. Ich ſuͤnd'ge, ſeinen Adel ihm zu neiden, Und wär' ich etwas anders als ich bin, So wuͤnſcht' ich, er zu ſeyn. Com. Ihr fochtet mit einander. Marc. Wenn, halb und halb getheilt, die Welt ſich zauſte Und er auf meiner Seit, ich fiele ab,. Nur daß ich ihn bekämpft'. Er iſt ein Loͤwe, Den ich zu jagen ſtolz bin. 4. Sen. Darum Marcius, Magſt du Cominius folgen in den Krieg. Com. Ihr habt es einſt virſrochen⸗ larc. Herr, das hab' ich, Und halte Wort. Du, Litus euz, het i Noch einmal Tullus mich ins Anrlitz ſchlagen. Wie biſt du krank? bleibſt aus?