Teil eines Werkes 
Erster Theil (1825) König Johann
Entstehung
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Sz. 3. Zweyter Theil. 304

Bewahrt dem Blocke der Verraͤther Haupt, Dem wuͤrd'gen Bett, das ſchnell den Odem raubt.(Ae ab.)

Dritte Sene

(Getuͤrnmel. Angriffe. Falſtaff und Colevile kommen von verſchiedenen Sciten.)

Falſt. Wie iſt euer Name, Herr? von welchem Stande ſeyd ihr, und von welchem Orte, wenns euch beliebt?

Col. Ich bin ein Ritter, Herr, und mein Name iſt Colevile vom Thal.

Falſt. Nun gut, Colevile iſt euer Name, ein Ritter iſt euer Rang und euer Ort das Thal; Colevile ſoll auch ferner euer Name ſeyn, ein Verräther euer Rang, und der Kerker euer Wohnort, ein Ort, der tief genng liegt; ſo werdet ihr immer noch Colevile vom Thal ſeyn.

Col. Seyd ihr nicht Sir John Falſtaff?

Falſt. Ein eben ſo wackrer Herr als er, Herr, wer ich auch ſeyn mag. Ergebt ihr euch, Herr, oder muß ich euretwegen ſchwitzen? Wenn ich ſchwiße, ſo werden es die Tropfen deiner Freunde ſeyn, die um deinen Tod wei⸗ nen; deswegen erwecke Furcht und Zittern in dir, und huldige meiner Gnade.

Col. Ich glaube, ihr ſeyd Sir John Falſtaff, und in dieſem Grunde ergebe ich mich.

Falſt. Ich habe eine ganze Schule von Zungen in dieſen meinem Bauch, und keine einzige von allen ſpricht ein ander Wort als meinen Namen. Hatte ich nur einen einigermaßen leidlichen Bauch, ſo waͤre ich ſchlechtweg der ruͤſtigſte Kerl in Europa; mein Wanſt, mein Wanſt, mein Wanſt ruinirt mich! Da kommt unſer General⸗

Grinz Johann von Lancaſter, Weſtmoreland und

Andre treten auf.)

Pr. Joh. Die Hitze iſt vorbey, verfolgt nicht weiter:

Ruft, Vetter Weſtmoreland, das Volk zuruͤck. (Weſtmoreland ab.)

Nun, Falſtaff, wo wart ihr die ganze Zeit?

Wenn alles ſchon vorbey, dann kommt ihr an.

Die traͤgen Streiche brechen noch einmal,

Bey meinem Leben, eines Galgens Ruͤcken.

Falſt. Es ſollte mir Leid thun, gnaͤdiger Herr, wenn das nicht geſchaͤhe; ich wußte es nie anders, als daß Tade