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Es war ſeit lange mein Vorſatz, die Ueberſetzung des Shakspeare, die mein Freund W. v. Schlegel auf⸗ gegeben hatte, fortzuſetzen und zu beendigen. Manche Schauſpiele, wie Macbeth, Lear, Love's labours
lost, erwarten ſeit Jahren nur die letzte Ueberar⸗
beitung, andre ſind zu verſchiedenen Zeiten angefan⸗ gen und mehr oder minder vorgeruͤckt. Ich hoffe nun, neben andern Beſchäftigungen ſo viele Muße zu ge⸗ winnen, um dieſe Ueberſetzungen mit Fleiß und An⸗ ſtrengung vollenden zu können. In jeder Meſſe wird
wenigſtens Ein Band erſcheinen, hoffentlich aber
kuͤnftige Oſtern zwey, ſo daß mit den jetzigen beyden im kuͤnftigen Jahre nur noch vier den Freunden des Dichters zu liefern bleiben werden.
Doch muß ich zuvor ein Bekenntniß ablegen, um mich mit meinen Leſern zu verſtändigen. Wäre noch irgend Hoffnung geweſen, daß mein Freund ſich dieſer Arbeit widmen wuͤrde, ſo hätte ich ſie auf keinen Fall unternommen. Denn ich bin uͤber⸗ zeugt, daß ich mein Muſter, wie ich auch darnach ſtreben moͤge, nicht erreichen kann. Der wahre Ue⸗


