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ſie ſeine Anordnungen zweckmäßig fanden, und hauptſächlich ſeinen Bemühungen war es zu danken, daß die Hälfte des Orts von der Zer⸗ ſtörung des Elements gerettet wurde. Als er hierauf die Bedürftigen mit Früchten und Le⸗ bensmitteln unterſtützte und ihnen Bauholz aus der ihm zugehörigen Waldung abgab, ſahen ihn die Leute mit ganz andern Augen an, als bis⸗ her, und er gewann ihre Liebe. Dies war Balſam auf die offene Wunde ſeines Menſchen⸗ haſſes, er dachte ernſter über die Beſtimmung der Menſchheit, den Gang der Geſchichte und die Pflichten des Menſchenfreundes nach, und gelobte ſich ſelbſt, fürderhin Nachſicht mit den Fehlern und Gebrechen der Menſchheit zu haben, ſtatt unfruchtbaren Haſſes. Der jugendliche Enthuſiasmus war verſchwunden, aber eine ſanfte und beſonnene Liebe der Menſchheit er⸗ wärmte unſers Helden Herz. In dieſer Ge⸗ müthsſtimmung lernte er die Tochter eines be⸗ nachbarten Geiſtlichen kennen, die in einfach frommer Sitte im Hauſe ihres Vaters aufge⸗ wachſen war— nicht ohne Bildung, nicht ver⸗


