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er mit ihr anfangen? Verlaſſen konnte er das hilfloſe Geſchöpf nicht; er brachte ſie in einer anſtändigen griechiſchen Familie unter, und ſorgte für ihr Fortkommen; als er Abſchied von dem Mädchen nahm, ſank ſie weinend in ſeine Arme, liebkoste ihn und ſagte mit Thrä⸗ nen in den Augen:„Warum behältſt du mich nicht? Ich möchte lieber deine Sklavin ſein, als irgend eines andern. Widerſtrebend trennte er ſich von dem ſüßen Weſen, denn ſein europäiſches Vorurtheil war ſtärker als ſeine Neigung. Als unſer Held in ſeine Het⸗ math zuruͤckkam, ſchilderte er den Zuſtand Griechenlands mit den Farben der Wahrhaftig⸗ keit; man glaubte ihm nicht, denn die Sache der Griechen war eben in der Mode, und durch ſie ließ ſich ohne Gefahr der Ruf der Liberalität gewinnen. Vernünftige Regierun⸗ gen betrachteten ſie als ein ungefährliches Spiel⸗ zeug der Philantropen, und der lahme Gott⸗ lieb hatte als Präſident des griechiſchen Ko⸗ mitée ſeiner Vaterſtadt einen liberalen Namen erlangt, weil er ſich eifrig für die griechiſche


