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Novellen / von Fr. Seybold
Entstehung
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des Volks. Mannigfaltige, verſchiedenartige Töne erhoben ſich in der verwirrten Menge. Man hörte die Stimmen der Prieſter, wie ſie das Volk ermahnten, ſich geduldig unter das Joch der Gewaltigen dieſer Erde zu beugen, nach dem Gebote des Gekreuzigten:Seid unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über euch hat. Dazwiſchen tönte das Wehklagen der Weiber und zürnende Männerſtimmen, die ihre geliebten Seelſorger den bluttriefenden Händen ihrer Verfolger nicht ausliefern wollten. Und abermals erhob ſich die furchtbare Stimme des Gemeindebeamten:Kraft dem Geſetze im Namen der Republik! Ein hef⸗ ttiges Weinen der Weiber ließ ſich in der Menge vernehmen, und das Volk hob troſtlos und jlehend ſeine Augen zu den Zweigen der heiligen Eiche, aber die gnadenreiche Mutter Gottes war verſchwunden. Jetzt erhob, laut und eindringlich, der ehrwürdige Adrian Sarrin, Pfarrer von Aigrefeuille, ſeine Stimme. Seit einem halben Jahrhundert pre⸗ digte er das reine Wort nach der Weiſe der