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beſitzer und Landmann herrſchte eine Art Eini⸗ gung, die man im übrigen Frankreich nicht kannte. Der Grundherr gab ſelten ſeine Gü⸗ ter um Pachtzins hin, ſondern theilte deren Ertrag mit dem Meier. Durch dieſes gemein⸗ ſchaftliche Intereſſe verknüpft und durch den faſt täglichen Umgang, den es herbeiführte, noch enger an einander gebunden, faßte die gegen⸗ ſeitige Anhänglichkeit tiefe Wurzel. Der Edel⸗ mann beſuchte die Meiereien, die rund um ſein Schloß lagen, beſprach ſich mit den Meiern über die gemeinſchaftlichen Angelegenheiten, hörte ihre Meinung, gab guten Rath, nahm Theil an Freud und Leid, fand ſich bei den Jagden des flüchtigen Wolfes und des wilden Ebers ein, und trank bei Hochzeiten und Kind⸗ taufen ſein Glas Wein mit dem Landmann. Am Sonntag tanzte man im Schloßhofe, und die Edeldamen hielten ſich nicht zu hoch, mit den Landleuten in die Reihe zu treten. So lebte dieſes Volk in ruhigem Lebensgenuß, gleich entfernt von Ueberfluß und Mangel,
von Müßiggang und übermäßiger Arbeit, un⸗
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