Teil eines Werkes 
1. Theil (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

ſich unmerklich nach jener Seite. Als er in ihre Nähe gekommen war, machte er ſie durch einen leiſen Druk der Hand auf ſein Daſeyn aufmerkſam. Sie warf ihr Stuznäschen in die Höhe und ſetzte ſich eben in Poſitur, den plumpen Bauernbengel mit aller Würde einer vornehmen Kammerjungfer abzuweiſen. Ein Blick, den ſie auf ihn warf, hemmte aber den Strom ihrer Rede, der eben losbrechen woll⸗ te; ſie faßte ſich, gab ihm einen bedeutenden Wink und gieng langſam in das Portal zu⸗ rück. Der Fremde folgte ihr unbemerkt, wäh⸗ rend die Scene zwiſchen dem Obriſten und den Gefangenen die Aufmerkſamkeit aller Zu⸗ ſchauer feſſelte. Als beide im Gange des Schloſſes waren, wendete ſich das Mädchen um und ſagte halblaut: Um Gottes willen, Herr von Martignac, was führt Sie hie⸗ her? Die Liebe, wie du weißt, erwiederte ſcherzend der Fremde. Und in dieſer Ver⸗ kleidung? Wenn der Edelmann vornen ab⸗ gewieſen wird, ſchleicht der Baner hinten her⸗