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ſich weg. Sie hoben die Köpfe, um über die andern wegzuſehen. In der Mitte von etwa zwölf Douaniers giengen ſechs Gefangene, die Hände mit Stricken auf den Rücken ge⸗ bunden; acht Dragoner ſchloßen den Zug. Einer der Gefangenen, ein großer ſtark gebau⸗ ter Mann von etlichen vierzig Jahren, gieng aufrecht, in ſtolzer Haltung, in der Mitte des Zugs und warf die kühnen Blicke rings um⸗ her. Es iſt Esprit Segujer, flüſterte An⸗ toine ſeinem Begleiter erſchrocken zu.— Das iſt ſchlimm, ſehr ſchlimm, erwiederte dieſer halblaut. Beide folgten dem Zuge, der dem Schloßthore zugieng.
Auf dem Schloßhofe marſchierte die Be⸗ deckung auf. Die Dragoner ſtiegen ab und der Wachtmeiſter trat zu den Gefangenen: Nun, Herr Esprit Seguier, du Prophet der wahren Gläubigen und König der Gauner, was ſagſt du dazu, daß der Herr dich verlaſ⸗ ſen und in die Hände deiner Feinde, der Zöll⸗
ner und Sünder, gegeben hat?— Der Ge⸗ Der Camiſarde. I. 2


